Rat wegen Lippenbiopsie

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10 Jahre 10 Monate her - 10 Jahre 10 Monate her #8483 von Marla
Rat wegen Lippenbiopsie wurde erstellt von Marla
Guten Tag Herr Dr. Tomiak,

ich bin immer noch auf der Suche nach einer Diagnose bzw. einer klaren Ausschlussdiagnose von Sjögren.

Ich habe ANA: 1:320, leicht geschwollene Halslymphknoten, Mundtrockenheit seit 3 Monaten.
Unauffällig sind RF, CCP, SS-A und SS-B, BSG und Speicheldrüsenszintigraphie.

Heute war ich beim HNO und im Sono fand er auffallend kleine Parotis Speicheldrüsen und leichte Inhonogenität vor sowie eine mäßige Inhomogenität der Submandibularen bei normaler Größe.

Heißt das nun, das Sjögren Syndrom ist doch eher wahrscheinlich oder können die Sonographiebefunde auch auf andere Ursachen hindeuten?
Kann man denn von Natur aus eine kleine Parotis haben? Ansonsten wären die ja schon atrophiert, und das in so kurzer Zeit? In der Zeit vor 3 Monaten hatte ich nie mit Schwellungen oder Mundtrockenheit zu tun.

Der HNO riet mir zur Lippenbiopsie.
Welchen Rat geben Sie mir?

Vielen Dank für die Antworten.

Liebe Grüße, Marla
Letzte Änderung: 10 Jahre 10 Monate her von Marla.

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10 Jahre 9 Monate her #8563 von Dr. Tomiak
Die Lippenbiopsie erscheint mir sinnvoll, da die ANA-Werte nur "knapp positiv" sind. Die Größe der Drüse ist nicht eindeutig zu bewerten, vielleicht sind die Drüsen schon immer etwas kleiner. Die Struktur im Ultraschall ist etwas zuverlässiger (echoarm).
Für die Diagnose benötigt man entweder die Laborwerte oder eine positive Lippenbiopsie.
Mit freundlichen Grüßen
Ch. Tomiak

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10 Jahre 9 Monate her #8588 von Marla
Sehr geehrter Herr Dr. Tomiak,

ganz herzlichen Dank für Ihren Rat. Ich habe bereits einen Termin für die Lippenbiopsie in der Uniklinik. Warte dort aber noch den US ab, ob der andere Ergebnisse zeigt.

Leider beschäftigt mich noch eine weitere, vielleicht etwas seltsame Frage:
im Moment fließt der Speichel gerade wieder vermehrt, etwas zäh, aber reichlich. Jedoch existiert das Trockenheitsgefühl unvermindert, v.a. im hinteren Gaumenbereich und den Rachen hinunter. Kann es denn sein, falls es das Sjögren ist, dass eher die kleinen Speicheldrüsen in diesen Regionen betroffen sind? Haben Sie das schon erfahren, dass die kleinen Speicheldrüsen mehr Probleme machen als die Kopfspeicheldrüsen?

Vielen Dank für Ihr Bemühen, für das ich auch gerne einen finanziellen Beitrag leiste.

Mit freundlichen Grüßen,
Marla

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10 Jahre 9 Monate her #8600 von Dr. Tomiak
Die kleinen Speicheldrüsen, die in der gesamten Mundschleimhaut verteilt sind, sind frühzeitig betroffen. Die großen Drüsen, die beim Kauen aktiviert werden, sind groß und können Schäden länger kompensieren. Die Drüsen können unterschiedlich von der Entzündung betroffen sein. Prinzipiell ist es also möglich, dass bestimmte Regionen im Mund trockener sind als andere.
Mit freundlichen Grüße
Ch. Tomiak

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