Lymphknoten soll raus - richtig?

5 Jahre 4 Monate her #11048 von tashina
Sehr geehrter Dr. Hofauer,

gern möchte ich Sie um Ihre Meinung bitten zu folgender Situation:

Seit 5 Jahren Sjögren Syndom Patientin habe ich seit ca 1/2 Jahr einen andauernd geschwollenen Lymphknoten am Hals. Er wächst, stört und schmerzt nicht. Dennoch habe ich mir Sorgen gemacht und beim HNO wurde gestern ein Ultaschall vorgenommen. Er ist 12x6x13mm ovalär und echoram (was auch immer das heißt :-)).

Ich habe eine Einweisung bekommen zur Entfernung des Knotens.

Die Ärztin sagte, dass die Gefahr der Verletzung bei einer Entnahme des Gewebes ohne Extension größer ist aufgrund der ungünstigen Lage des Knotens. Wenn er nicht schon so lange geschwollen wäre, würde sie gar nichts unternehmen.

Ich für meinen Teil bin nicht mal sicher, ob es überhaupt ein Lymphknoten ist, wenn ich drauf fasse pocht die Halsschlagader als würde sie da durch fließen oder sie ist es?

Meine Frage: kann es sein, dass bei Sjögren PatientInnen die Lympfknoten sowieso dauerhaft geschwollen sein können?
In diesem Fall hätte sich ja eine OP erledigt, oder?
Wenn nicht, würden sie mir auch raten, den Knoten entfernen zu lassen?

Ich habe leider noch keinen Arzt gefunden, der/die mich gut begleitet mit dieser Krankheit, mein Wissen beziehe ich aus dem Internt, deshalb wende ichmich nun vertrauensvoll an Sie.

Vielen herzlichen Dank für die Mühe einer Antwort!

Ihnen alles Gute und Gesundheit!

freundliche Grüße

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5 Jahre 4 Monate her #11052 von Benedikt
Liebe Tashina,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Vergrößerte Lymphknoten sollten bei Patienten mit einem Sjögren Syndrom immer kritisch betrachtet werden, da man als Patient mit einem Sjögren Syndrom ein erhöhtes Risiko hat, an einem Lymphom zu erkranken. Bei neu aufgetretenen Lymphknotenvergrößerungen kann man diese natürlich auch erst einmal beobachten, falls diese Vergrößerung jedoch über längere Zeit besteht kann eine Lymphknotenentfernung durchaus indiziert sein. Den Pathologen in unserem Haus ist in dieser Fragestellung auch ein ganzer Lymphknoten lieber als nur eine Probeentnahme (also z.B. eine Stanzbiospie oder Feinnadelaspiration), da v.a. im Falle eines Lymphoms zahlreiche Untersuchungen zur genauen Einordnung erforderlich sind. Dass es sich bei dem von Ihnen erwähnten Knoten um einen Lymphknoten handelt sollte eigentlich mit der Ultraschalluntersuchung zweifelsfrei festgestellt worden sein.

Mit freundlichen Grüßen

Benedikt Hofauer

PD Dr. med. B. Hofauer
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Freiburg

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