Fragen beim 5. Deutschen Sjögren-Tag 2006 an der Charité Berlin

und Antworten des Zahnmediziners PD Dr. Dr. Michael Stiller

1. Frage:
Sollten sich Sjögren-Betroffene bei Zahnverlusten Implantate einsetzen lassen? Gibt es da Komplikationen?

Antwort:
Es ist mit den üblichen Komplikationen zu rechnen, sollte ein Sekundäres Sjögren-Syndrom vorliegen, dann muss in Abhängigkeit des Grundprozesses mit einer erhöhten Komplikationsrate gerechnet werden.


2. Frage:
Was versteht man unter Zytostatika im Zusammenhang mit Zahnimplantaten?

Antwort:
Bei Zytostatika muss auch mit einer erhöhten Komplikationsrate gerechnet werden. Bitte den Hausarzt fragen.


3. Frage:
Was ist eine Mukositis im Rahmen von Mundbeschwerden ?

Antwort:
Eine Rötung und Entzündung der Mundschleimhaut, die auch schmerzhaft sein kann.


4. Frage:
Ist es ratsam, die tägliche Kortisondosis vor einem größerem zahnärztlichen Eingriff zu erhöhen?

Antwort:
Nein
 

5. Frage:
Gibt es Alternativen zu herkömmlichen Zahnpasten, da die Mundschleimhaut sich ständig entzündet und abpellt?

Antwort:
Ja, z.B. Meridol oder Ajona


6. Frage:
Wie wirken sich Speichelersatzmittel auf den Zahnschmelz aus? Förden sie Karies?

Antwort:
Ja unter Umständen.


7. Frage:
Nach Entfernung von Zysten in den Speicheldrüsen sind sie sofort nachgewachsen. Was ist zu tun?

Antwort:
Mit dem Arzt Kontakt aufnehmen, der die Drüsen entfernt hat.


8. Frage:
Welche Behandlungsalternativen gibt es bei brennender und zerklüfteter Zunge?

Antwort:
Eine zerklüftete Zunge ist nicht behandlungswürdig, bei Brennen hilft z.B. Tantum verde (Apotheke)


9. Frage:
Was wird bei oraler Pilzinfektion empfohlen?

Antwort:
Je nach klinischer Ausprägung kann mit lokalen Antimykotika behandelt werden, muss aber nicht!

 


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